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KI richtig einsetzen: von der Aufgabe zum geprüften Ergebnis

5 Min. LesezeitVon FlowAgentur
KI richtig einsetzen: von der Aufgabe zum geprüften Ergebnis

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KI richtig einzusetzen heißt, eine konkrete Aufgabe mit passenden Informationen zu bearbeiten und das Ergebnis zu prüfen. Entscheidend ist, ob im Arbeitsalltag brauchbare Ergebnisse entstehen und wie viel Kontrolle und Nacharbeit dafür nötig bleiben. Beginnt mit einer Aufgabe, bei der ihr eine richtige Antwort selbst erkennen könnt.

Dieser Leitfaden hilft bei der täglichen Nutzung und bei der Vorbereitung eines eigenen Systems. Wenn ihr Unterstützung bei Auswahl, Einrichtung oder Fehlern braucht, könnt ihr diese Fragen in unserer KI-Beratung besprechen.

Zuerst eine kleine Aufgabe festlegen

„Wir wollen KI einsetzen“ beschreibt noch keinen überprüfbaren Auftrag. Konkreter ist etwa: Aus einer geeigneten Notiz soll eine Liste der ausdrücklich genannten Aufgaben entstehen. Oder ein Team möchte eine gültige Arbeitsanweisung samt Fundstelle finden.

Haltet vorher fest, was ihr heute dafür tut und welche Angaben im Ergebnis stimmen müssen. Wenn es nur darum geht, ein vorhandenes Statusfeld zu vergleichen oder Daten unverändert zu übertragen, prüft eine feste Regel. Dafür könnt ihr den Einstieg n8n-Workflow selbst erstellen nutzen.

Die Informationsgrundlage vorbereiten

Gebt dem Werkzeug nur Informationen, die es für die Aufgabe braucht und die ihr dort verwenden dürft. Klärt, welche Quelle aktuell ist und wer sie pflegt. Widersprechen sich zwei Fassungen, muss zunächst klar sein, welche gilt.

Ein Prompt kann eine fehlende Information nicht verlässlich ersetzen. Wenn ein Assistent auf Unternehmensquellen zugreifen soll, braucht es eine passende Verbindung mit den vorgesehenen Rechten. Unser Leitfaden zu KI-Assistenten im Unternehmen behandelt diese Auswahl genauer.

Den Arbeitsauftrag verständlich beschreiben

Ein brauchbarer Auftrag beantwortet vier Fragen:

| Bestandteil | Was ihr festlegen solltet | | --- | --- | | Aufgabe | Was soll aus der Eingabe entstehen? | | Grundlage | Welche Informationen darf die KI dafür verwenden? | | Ausgabe | Welche Felder oder Abschnitte braucht ihr? | | Umgang mit Lücken | Was soll bei fehlenden oder widersprüchlichen Angaben passieren? |

Anthropic empfiehlt in seiner Dokumentation, Erfolgskriterien und Tests vor der Prompt-Optimierung festzulegen. Das ist eine hilfreiche Arbeitsweise für einen eigenen Vergleich. Wie gut sie mit eurem Werkzeug funktioniert, prüft ihr an euren Aufgaben.

Eine kleine Übung mit prüfbarem Ergebnis

Fiktive Übung mit erfundenen Angaben, kein Kundenvorgang. Ihr wollt aus dieser Notiz eine Aufgabenliste erstellen:

Mira prüft bis Freitag den Angebotsentwurf. Ben sammelt die offenen Fragen. Die Budgetentscheidung steht noch aus.

Beschreibt als Auftrag: Aus der Notiz sollen nur ausdrücklich genannte Aufgaben mit Tätigkeit, zuständiger Person und genannter Frist entstehen. Fehlende Angaben sollen als „nicht genannt“ stehen bleiben. Die KI soll keine Person, kein Datum und keine bereits getroffene Entscheidung ergänzen.

Die Erwartungen könnt ihr vor dem ersten Versuch festhalten:

| Information | Was ein brauchbares Ergebnis zeigen muss | | --- | --- | | Angebotsentwurf prüfen | Mira; Frist „Freitag“ | | Offene Fragen sammeln | Ben; Frist „nicht genannt“ | | Budgetentscheidung | Noch offen; keine erfundene Zuständigkeit oder Entscheidung | | Kalenderdatum | Ohne weiteren Kontext darf aus „Freitag“ kein bestimmtes Datum erfunden werden |

Die Formulierung darf variieren. Entscheidend ist die inhaltliche Übereinstimmung mit der Notiz. Eine übersichtliche Tabelle mit einem erfundenen Datum wäre für diese Aufgabe trotzdem falsch.

Mit einem eigenen Prüfblatt vergleichen

Wiederholt den Test mit weiteren geeigneten Notizen. Ändert jeweils eine Sache: eine fehlende Frist, eine unklare Zuständigkeit oder eine widersprüchliche Angabe. Bewertet mit demselben Maßstab, auch wenn ihr ein anderes Werkzeug ausprobiert.

| Prüfpunkt | Eintrag im Prüfblatt | | --- | --- | | Fall und verwendete Quelle | Welche Eingabe wurde geprüft? | | Werkzeug und Einstellung | Welche Fassung und welcher Arbeitsauftrag wurden verwendet? | | Richtige Kernangaben | Stimmen Tätigkeit, Person und Frist mit der Quelle überein? | | Fehlende oder ergänzte Angaben | Wo wurde etwas ausgelassen, geraten oder erfunden? | | Kontrolle und Korrektur | Was musste ein Mensch nacharbeiten, und wie lange dauerte das? | | Nächster Schritt | Übernehmen, Auftrag überarbeiten oder Aufgabe anders lösen? |

Dieses Prüfblatt ist eine eigene Arbeitsvorlage, keine allgemeine Erfolgsquote. Vergleicht den gesamten Arbeitsaufwand einschließlich Kontrolle mit der bisherigen Bearbeitung. Eine schnell erzeugte Antwort kann aufwendig zu korrigieren sein.

Das passende Werkzeug auswählen

Prüft zuerst Angebote, die eure vorhandenen Programme bereits abdecken. Vergleicht mehrere passende Möglichkeiten nur dort, wo die Entscheidung offen ist. Nötige Zugriffsrechte, Anbindungen, laufende Gebühren und die Handhabung im Team gehören neben die Antwortqualität.

Nicht jedes Problem lässt sich durch einen längeren Prompt lösen. Die Anthropic-Dokumentation unterscheidet zwischen Verbesserungen am Arbeitsauftrag und anderen Entscheidungen, etwa zur Modellauswahl. Für euren Betrieb kann auch eine bessere Datenquelle oder ein anderer Arbeitsschritt der entscheidende Hebel sein.

Wenn ihr aus der Einzelnutzung einen verbundenen Ablauf baut, berücksichtigt zusätzlich dessen laufenden Verbrauch. Unser Werkzeugvergleich mit Rechner hilft, diese Mengen getrennt zu erfassen.

Die Nutzung im Team einführen

Lasst Mitarbeitende denselben Fall selbst bearbeiten und erklären, woran sie eine falsche Ausgabe erkennen. Übt auch den Weg, wenn Informationen fehlen oder das Werkzeug ausfällt. So wird sichtbar, ob nur eine Vorführung verstanden wurde oder der Ablauf im Alltag betreut werden kann.

Haltet den gültigen Arbeitsauftrag, die Datenquelle, die Prüfkriterien und die zuständige Person an einem gemeinsamen Ort fest. Nach Änderungen an Quellen, Modell oder Ablauf prüft ihr die betroffenen Fälle erneut.

Bei einem System, das Daten schreibt oder Nachrichten vorbereitet, braucht ihr zusätzlich festgelegte Aktionsrechte und Freigaben. Eine Formulierung im Prompt allein ersetzt diese Einstellungen nicht. Die Arbeitsvorlage zum Testen von Automatisierungen hilft bei den nächsten Prüfungen.

Wann gezielte Beratung hilft

Unterstützung ist sinnvoll, wenn ihr die Ursache eines Problems nicht eingrenzen könnt: Liegt es an der Aufgabe, den Daten, den Rechten, der Verbindung oder der KI-Ausgabe? Auch für eine Schulung lässt sich daraus ein klarer Auftrag machen: Das Team soll einen bestimmten Ablauf selbst ausführen, prüfen und bei einem typischen Fehler wieder aufnehmen können.

Bringt im kostenlosen Erstgespräch eure konkrete Frage und das gewünschte Ergebnis mit. Ob dafür eine kurze Klärung, eine weitere technische Begleitung oder ein Umsetzungsprojekt passt, besprechen wir anhand dieses Vorhabens.

Quellen und Grundlagen

Niko Kozak, Gründer von FlowAgentur

Geschrieben von Niko Kozak

Gründer von FlowAgentur. Führt die Prozessanalysen durch — über 300 bisher — und entscheidet mit den Betrieben, welche Abläufe sich automatisieren lassen und welche nicht. Was hier steht, stammt aus diesen Gesprächen und aus über 2.000 umgesetzten Automatisierungen bei über 200 Unternehmen.

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Häufige Fragen dazu

Wie setzen wir KI im Unternehmen sinnvoll ein?
Beginnt mit einer klaren Aufgabe und einer nachvollziehbaren Datengrundlage. Beschreibt das gewünschte Ergebnis, prüft geeignete Werkzeuge mit denselben Beispielen und bewertet die nötigen Korrekturen. Legt fest, wer die Ergebnisse prüft und den Ablauf später pflegt.
Was gehört in einen guten Arbeitsauftrag für die KI?
Die Aufgabe, die erlaubten Quellen, das gewünschte Ausgabeformat und Regeln für fehlende oder widersprüchliche Angaben. Ein Beispiel für ein korrektes Ergebnis kann die Erwartung verdeutlichen. Die Qualität muss anschließend an mehreren geeigneten Fällen geprüft werden.
Welches KI-Modell ist für unser Unternehmen am besten?
Das hängt von der konkreten Aufgabe und den betrieblichen Anforderungen ab. Vergleicht passende Werkzeuge mit denselben Eingaben und bewertet Richtigkeit, Bearbeitungszeit einschließlich Kontrolle, Kosten, Rechte und benötigte Anbindungen. Die Rangfolge eines allgemeinen Tests beantwortet diese betriebliche Auswahl nicht allein.
Wie erkennen wir, ob ein KI-Ergebnis brauchbar ist?
Vergleicht die wichtigen Angaben mit der vorgesehenen Quelle. Prüft außerdem, ob fehlende Informationen erkennbar bleiben, die Ausgabe vollständig ist und keine nicht beauftragte Aktion ausgeführt wurde. Haltet Korrekturen und verbleibende Handarbeit fest. Ein gutes Ergebnis bei einem einzigen Versuch reicht als Nachweis nicht aus.