Vergleich · Stand September 2026

Make, n8n, Zapier oder Power Automate — was wofür taugt

Vier Werkzeuge, vier völlig verschiedene Abrechnungslogiken. Welches das günstigste ist, hängt nicht vom Preis ab, sondern davon, was der Anbieter zählt — hier nachgerechnet an einem Ablauf mit 500 Vorgängen im Monat.

Welches Automatisierungstool ist das richtige?

Für Microsoft-Häuser Power Automate, für den schnellen Einstieg ohne Technikkenntnisse Zapier, für den besten Preis pro Vorgang bei mehrstufigen Abläufen n8n, und für alles dazwischen Make. Der Preis entscheidet dabei seltener als gedacht — entscheidend ist die Abrechnungseinheit: Zapier zählt jede einzelne Aufgabe, Make jede Modul-Aktion, n8n nur den Start eines Durchlaufs unabhängig von der Zahl der Schritte, Power Automate gar keine Vorgänge, sondern Nutzer. Ein Ablauf mit acht Schritten und 500 Vorgängen im Monat ergibt deshalb 4.000 Aufgaben bei Zapier, 4.000 Credits bei Make, aber nur 500 Ausführungen bei n8n. Wer viele Schritte je Vorgang hat, zahlt bei den ersten beiden ein Vielfaches; wer wenige Schritte, aber viele Nutzer hat, bei Power Automate.

  • Zapier: am einfachsten zu bedienen, über 7.000 Anbindungen — und am teuersten, sobald ein Ablauf viele Schritte hat.
  • Make: visueller Baukasten zu moderaten Preisen, gute Mitte für den Mittelstand.
  • n8n: quelloffen, selbst gehostet kostenlos, rechnet je Durchlauf statt je Schritt — braucht aber technische Betreuung.
  • Power Automate: sinnvoll, wenn ohnehin alles in Microsoft 365 liegt; für Premium-Anbindungen ist eine Zusatzlizenz nötig.
Einstieg
0 € (Make, Zapier, n8n selbst gehostet)
Beispielrechnung
500 Vorgänge, 8 Schritte
Preisstand
September 2026
Kostenlose Prozessanalyse buchen

Die vier Werkzeuge nebeneinander

Listenpreise vom 4. September 2026 bei jährlicher Zahlung, jeweils der günstigste bezahlte Tarif. Preise ändern sich — vor der Entscheidung beim Anbieter nachsehen.

KriteriumZapierMaken8nPower Automate
Abgerechnet wirdje Aufgabe (jeder Schritt zählt)je Credit (jede Modul-Aktion zählt)je Ausführung (Schritte unbegrenzt)je Nutzer bzw. je Bot
Kostenloser Einstieg100 Aufgaben im Monat, nur zwei Schritte1.000 Credits im Monat, zwei aktive Szenarienunbegrenzt, wenn selbst gehostet30 Tage Testzeitraum
Bezahlter Einstiegab 19,99 $ im Monat (750 Aufgaben)ab 9 $ im Monat (10.000 Credits)ab 20 € im Monat (2.500 Ausführungen)ab 15 $ je Nutzer im Monat
Unser Beispiel: 500 Vorgänge à 8 Schritte4.000 Aufgaben — obere Preisstufen nötig4.000 Credits — kleinster bezahlter Tarif reicht500 Ausführungen — Einstiegstarif reichtvom Volumen unabhängig, nur Lizenzen zählen
Anbindungenüber 7.000rund 3.000rund 1.000 plus jede offene SchnittstelleMicrosoft-Welt plus Konnektoren
Wo die Daten liegenUSA, Auftragsverarbeitung mit StandardklauselnEU-Zone wählbareigener Server, Cloud in FrankfurtMicrosoft-EU-Datengrenze
Wer es bedienen kannjeder im Bürower sich eine Stunde einarbeitetjemand mit technischem Verständnisdie IT bzw. der Microsoft-Partner
SchwachstellePreis steigt mit jedem SchrittFehlersuche bei großen SzenarienBetrieb, Updates und Sicherung liegen bei euchPremium-Konnektoren kosten extra

Quellen: die Preisseiten von Zapier, Make, n8n und Microsoft, abgerufen am 4. September 2026. Die Beispielrechnung geht von einem Ablauf mit acht Schritten und 500 Vorgängen im Monat aus.

Das Problem

Das kennst du.

Die typischen Zeitfresser, die dich Tag für Tag aufhalten.

Die Rechnung kommt später als gedacht

Ein Ablauf, der im Test 30 Aufgaben verbraucht hat, verbraucht im Betrieb 4.000. Wer nach Aufgaben zahlt, merkt das erst auf der Rechnung — und die Zahl wächst mit jedem Schritt, den man später ergänzt.

Das Werkzeug wird vor dem Ablauf gewählt

Die häufigste Reihenfolge ist die falsche: erst ein Tool abonnieren, dann überlegen, was hinein soll. Danach wird der Ablauf an das Werkzeug angepasst statt umgekehrt.

Der Datenschutz kommt zuletzt

Personenbezogene Daten laufen bereits durch drei Dienste, bevor jemand nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag fragt. Der Wechsel danach ist teurer als die richtige Wahl davor.

Niemand kann es außer einer Person

Der Ablauf läuft, aber nur einer versteht ihn. Fällt die Person aus oder geht, steht das Unternehmen vor einem Kasten mit fünfzig Knoten und keiner Dokumentation.

Deine Lösung

So lösen wir das.

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Erst rechnen, dann abonnieren

Vorgänge im Monat mal Schritte je Vorgang — diese eine Zahl entscheidet zwischen den Anbietern mehr als jede Funktionsliste. Sie lässt sich in fünf Minuten schätzen.

Mit einem Ablauf anfangen, nicht mit fünf

Der erste Ablauf zeigt, ob die Annahmen über Ausnahmen gestimmt haben. Fünf gleichzeitig zeigen nur, dass alle fünf nachgebessert werden müssen.

Den Datenweg vorher festlegen

Welche Daten verlassen das Haus, welche nicht. Steht das vorher fest, entscheidet es die Werkzeugwahl mit — und nicht ein Wechsel ein halbes Jahr später.

Übergabe einplanen

Jeder Ablauf braucht eine Beschreibung in einem Satz und eine zweite Person, die ihn anhalten kann. Sonst entsteht ein Ablauf, den niemand anfassen will.

Durchsprache der Abläufe und der passenden Werkzeuge im Erstgespräch mit FlowAgentur

In fünf Schritten zur Entscheidung

Die Entscheidung fällt beim zweiten Schritt: Wie viele Schritte hat ein Vorgang? Diese Zahl multipliziert sich bei zwei der vier Anbieter mit dem Preis.

  1. 1

    Vorgänge im Monat zählen

    Wie oft passiert der Ablauf tatsächlich? Nicht schätzen — im Postfach, im System oder im Kalender nachzählen.

    10 Minuten

  2. 2

    Schritte je Vorgang zählen

    Jede Aktion, die ein System ausführen soll: lesen, prüfen, anlegen, schreiben, senden. Diese Zahl multipliziert sich bei Zapier und Make mit den Vorgängen.

    10 Minuten

  3. 3

    Datenweg festlegen

    Welche personenbezogenen Daten sind beteiligt und dürfen sie in eine Cloud außerhalb der EU? Die Antwort schließt oft schon einen Anbieter aus.

    15 Minuten

  4. 4

    Zwei Anbieter gegenrechnen

    Vorgänge mal Schritte in die Preisstufen einsetzen. Bei mehrstufigen Abläufen liegt der Unterschied regelmäßig beim Faktor fünf bis zehn.

    20 Minuten

  5. 5

    Einen Ablauf bauen und vier Wochen laufen lassen

    Erst der Betrieb zeigt die Ausnahmen. Wer nach vier Wochen weiterbaut, baut auf gemessenen statt vermuteten Zahlen auf.

    4 Wochen

Messbare Ergebnisse

Das liefern wir.

so viele Abrechnungseinheiten bei acht Schritten je Vorgang
über 300
Prozessanalysen, aus denen diese Rechnung stammt
kostenlos
Erstgespräch — auch wenn die Antwort lautet: macht es selbst

Häufige Fragen zur Werkzeugwahl

Welches Automatisierungstool ist das günstigste?
Bei mehrstufigen Abläufen n8n, weil es je Durchlauf abrechnet und nicht je Schritt: Ein Ablauf mit acht Schritten und 500 Vorgängen im Monat sind dort 500 Ausführungen, bei Zapier und Make dagegen 4.000 Einheiten. Selbst gehostet fallen bei n8n gar keine Lizenzkosten an, sondern nur Serverkosten von etwa 10 bis 30 Euro im Monat. Bei einfachen Abläufen mit ein bis drei Schritten kehrt sich das um — dann ist Make ab 9 Dollar im Monat schwer zu unterbieten, und der Aufwand für einen eigenen Server lohnt nicht.
Ist n8n wirklich kostenlos?
Die selbst gehostete Community-Edition ist für den eigenen betrieblichen Gebrauch kostenlos und ihr Quelltext einsehbar; sie steht unter einer eigenen Lizenz, die den Weiterverkauf als Dienst einschränkt. Kostenlos heißt aber nicht aufwandsfrei: Server, Updates, Sicherungen und Überwachung liegen dann beim Unternehmen. Wer das nicht selbst betreiben will, nimmt die Cloud-Fassung ab 20 Euro im Monat, deren Daten in Frankfurt liegen.
Was ist der Unterschied zwischen Make und Zapier?
Zapier ist einfacher und breiter angebunden, Make ist billiger und mächtiger. Zapier zählt jede Aufgabe einzeln und beginnt bei 19,99 Dollar im Monat für 750 Aufgaben; Make zählt Credits und beginnt bei 9 Dollar für 10.000. Dafür arbeitet Zapier stärker in geraden Ketten, während Make Verzweigungen, Schleifen und Fehlerbehandlung sichtbar im Ablaufbild abbildet. Für einen einzelnen einfachen Ablauf ist Zapier schneller eingerichtet; ab dem dritten Ablauf oder dem fünften Schritt gewinnt Make fast immer.
Lohnt sich Power Automate, wenn wir Microsoft 365 haben?
Für Abläufe innerhalb der Microsoft-Welt — Outlook, Teams, SharePoint, Excel, Dynamics — ja, weil die Standard-Konnektoren in vielen Microsoft-365-Plänen bereits enthalten sind und die Rechteverwaltung dieselbe bleibt. Sobald ein Ablauf ein System außerhalb berührt, etwa ein Warenwirtschaftssystem oder eine Datenbank, wird eine Premium-Lizenz ab 15 Dollar je Nutzer und Monat nötig, und der Preisvorteil ist weg. Die ehrliche Faustregel: Bleibt der Ablauf in Microsoft, ist Power Automate die naheliegende Wahl; verlässt er sie, selten.
Welches Tool ist DSGVO-konform?
Konform ist kein Tool von sich aus, konform ist immer die Verarbeitung. Praktisch ist die Reihenfolge: n8n selbst gehostet gibt die volle Kontrolle, weil die Daten das eigene System nicht verlassen; n8n Cloud liegt in Frankfurt; Make bietet eine EU-Zone; Microsoft arbeitet innerhalb der EU-Datengrenze; Zapier verarbeitet in den USA und braucht deshalb Standardvertragsklauseln. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist in allen vier Fällen nötig, ebenso ein Eintrag im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten.
Brauche ich überhaupt eine Agentur dafür?
Für einen einzelnen Ablauf innerhalb eines Systems nicht — das ist an einem Nachmittag selbst gebaut, und die Anbieter haben brauchbare Anleitungen. Eine Agentur lohnt sich, sobald mehrere Systeme beteiligt sind, es Ausnahmen gibt, die keine Standardvorlage kennt, oder niemand im Betrieb die Zeit hat, die Einrichtung zu Ende zu bringen. Wir sagen im Erstgespräch auch, wenn ein Fall in die erste Gruppe gehört.
Kann ich später wechseln?
Technisch ja, praktisch mit Aufwand: Abläufe lassen sich zwischen den Anbietern nicht übertragen, sie werden neu gebaut. Der Aufwand liegt erfahrungsgemäß bei einem Drittel bis der Hälfte des ursprünglichen. Deshalb lohnt die halbe Stunde Rechnen vorher — und deshalb ist es sinnvoll, die Logik eines Ablaufs schriftlich zu haben und nicht nur im Werkzeug.
Was ist mit KI-Funktionen in diesen Tools?
Alle vier binden inzwischen Sprachmodelle ein, und für einfache Aufgaben — eine Mail einordnen, aus einem Text Felder ziehen — genügt das. Zwei Einschränkungen bleiben: Die KI-Schritte werden gesondert und teurer abgerechnet als normale Schritte, und der Text geht an den Anbieter des Modells, was datenschutzrechtlich gesondert zu betrachten ist. Wer viele Dokumente verarbeitet, fährt oft günstiger, wenn das Modell direkt angesprochen wird statt über den Baukasten.

Unsicher, welches davon zu euren Abläufen passt?

30 Minuten, kostenlos. Wir rechnen eure Vorgänge und Schritte einmal durch — auch wenn am Ende steht, dass ihr es selbst bauen könnt.

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