Kosten

Wie setzen sich die Preise einer KI-Agentur zusammen?

5 Min. LesezeitVon FlowAgentur
Wie setzen sich die Preise einer KI-Agentur zusammen?

Direkt zur Leistung: Agentur für Prozessautomatisierung Abläufe abgeben statt selbst bauen — Ablauf, Preise und Grenzen.


Die kurze Antwort

Eine KI-Agentur berechnet ihre Preise fast immer nach einem von drei Modellen: einem Festpreis für ein klar umrissenes Projekt, einem Stundensatz für offene oder sich entwickelnde Vorhaben, oder einer Kombination aus beidem — Festpreis für die Einrichtung, laufendes Honorar für die Betreuung danach. Im deutschsprachigen Markt liegen einmalige Einrichtungsprojekte je nach Umfang meist zwischen 2.500 und 10.000 Euro, dazu kommt üblicherweise eine laufende Betreuung im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Monat und Betriebskosten der eingesetzten KI-Dienste im Cent-Bereich pro Dokument oder Anfrage. Reine Beratung ohne Umsetzung wird separat abgerechnet, meist über Tagessätze im vierstelligen Bereich. Welches Modell sich lohnt, hängt weniger vom Anbieter ab als davon, wie gut der eigene Ablauf schon bekannt ist, bevor das Angebot geschrieben wird — das steht im nächsten Abschnitt.

Die drei Abrechnungsmodelle im Vergleich

| Modell | Wann es passt | Risiko liegt bei | |---|---|---| | Festpreis | Ablauf ist klar umrissen, Umfang steht fest | der Agentur — sie muss den Aufwand vorher richtig schätzen | | Stundensatz | Vorhaben ist offen oder wächst mit der Zeit | dem Kunden — der Endbetrag steht erst am Schluss fest | | Festpreis + laufendes Honorar | Einrichtung ist planbar, Betreuung läuft danach dauerhaft | beide tragen ihren jeweiligen Teil |

Ein Festpreis ist für dich als Kunde planbar, verlangt aber, dass die Agentur vorher genau genug gemessen hat — sonst wird entweder unterkalkuliert (und später nachverhandelt) oder mit Sicherheitsaufschlag überteuert angeboten. Ein Stundensatz ist ehrlicher bei wirklich offenen Vorhaben, aber schwerer zu budgetieren. Deshalb ist die Reihenfolge wichtig: Erst die Analyse, dann das Modell, nicht umgekehrt.

Was den Preis innerhalb eines Modells treibt

Unabhängig vom Abrechnungsmodell bestimmen dieselben vier Faktoren die Höhe:

  • Zahl der beteiligten Systeme — jede zusätzliche Anbindung bedeutet Zugänge, Datenfelder und einen weiteren Ort, an dem etwas schiefgehen kann.
  • Zahl der Ausnahmen — ein Ablauf mit klarer Linie ist schnell umgesetzt, einer mit fünf Sonderregeln kostet leicht das Doppelte.
  • Datenqualität — uneinheitlich gepflegte Stammdaten müssen vor der Automatisierung aufgeräumt werden, das wird regelmäßig unterschätzt.
  • Freigaben und Nachweise — überall, wo mehrere Personen prüfen oder dokumentieren müssen, steigt der Aufwand, dafür sinkt das Risiko.

Eine ausführliche Rechnung mit drei durchgerechneten Beispielen für einzelne Abläufe steht im Beitrag Was KI-Automatisierung wirklich kostet.

Agentur, Freelancer oder Inhouse — wo der Preis anders entsteht

Der Vergleich lohnt sich, weil „günstiger“ nicht automatisch „billiger am Ende“ bedeutet:

| Weg | Typischer Preis | Was dafür fehlt | |---|---|---| | KI-Agentur | 2.500–10.000 Euro Einrichtung, plus Betreuung monatlich | am wenigsten Eigenaufwand, dafür die höchste Startsumme | | Freelancer | oft niedriger je Stunde, Gesamtsumme schwankt stärker | Ausfallsicherheit — bei Krankheit oder Auslastung steht das Projekt | | Inhouse umsetzen | keine externe Rechnung, aber Personalzeit und Einarbeitung | meist Monate an Vorlaufzeit, bis das Wissen aufgebaut ist |

Eine Agentur bündelt Analyse, Umsetzung und Betreuung und trägt das Ausfallrisiko selbst — dafür ist die Startsumme höher als bei einem einzelnen Freelancer. Wer abwägt, findet eine ausführlichere Gegenüberstellung im Beitrag KI-Agentur, Freelancer oder intern umsetzen?

Ein Beispiel: gleiche Aufgabe, unterschiedlicher Preis

Zwei Betriebe fragten unabhängig voneinander nach derselben Aufgabe: eingehende Bestellungen automatisch ins Warenwirtschaftssystem übernehmen. Der erste hatte alle Bestellungen in einem einzigen Format aus einem Onlineshop, ohne Sonderfälle — Einrichtung für rund 3.200 Euro, weil der Ablauf sauber und einheitlich war. Der zweite bekam Bestellungen per E-Mail, Fax und Telefonnotiz in drei verschiedenen Schreibweisen für dieselben Kunden — Einrichtung für rund 8.900 Euro, weil vor der eigentlichen Automatisierung erst die Dateneingänge vereinheitlicht werden mussten. Derselbe Zielprozess, mehr als das Doppelte an Aufwand — nicht weil eine Agentur teurer kalkuliert hätte, sondern weil die Ausgangslage eine andere war.

Wann sich eine Agentur nicht lohnt

Bei sehr geringem Vorgangsvolumen — etwa unter drei Stunden Handarbeit pro Woche, ohne dass Fehler dort teuer werden oder andere Arbeit blockieren — übersteigt der Preis einer Agentur häufig den Nutzen über Jahre hinweg. In solchen Fällen ist eine vorgefertigte Standardsoftware oder gar keine Veränderung die ehrlichere Antwort, auch wenn das für die Agentur kein Auftrag ist. Ebenso wenig lohnt sich eine kostspielige Individuallösung, wenn ein fertiges Produkt den Ablauf bereits weitgehend abdeckt — dort zahlst du für etwas, das es am Markt schon gibt.

Woran ein fairer Preis erkennbar ist

Ein seriöses Angebot nennt keine Zahl, bevor Vorgangszahlen, Ausnahmen und beteiligte Systeme erfragt wurden — sonst ist der Preis geraten, nicht kalkuliert. Ebenso gehört dazu, dass die laufende Betreuung monatlich kündbar bleibt: Wer eine Jahresbindung verlangt, bevor der erste Baustein überhaupt läuft, verkauft Bindung statt Ergebnis. Bei uns sind Erstgespräch und Prozessanalyse kostenlos, damit die Rechnung vor dem Preis steht und nicht umgekehrt.

Drei Warnsignale, auf die es sich zu achten lohnt: ein Festpreis innerhalb weniger Minuten Gespräch, ohne dass nach Vorgangszahlen gefragt wurde; ein Angebot, das nur eine einzige Option enthält statt gestaffelter Umfänge; und eine Betreuung, die sich nicht separat kündigen lässt, sondern fest an das Einrichtungsprojekt gekoppelt ist. Keines dieser Signale bedeutet automatisch einen unseriösen Anbieter, aber jedes davon ist ein guter Grund, gezielt nachzufragen, bevor unterschrieben wird.

Der nächste Schritt

Auf der Seite Was kostet eine KI-Agentur steht dieselbe Rechnung als Rechner, in den du die Zahlen deines eigenen Betriebs einträgst — inklusive der Zeit, nach der sich eine Investition amortisiert. Und wenn noch unklar ist, welcher Ablauf bei euch überhaupt zuerst dran wäre: Das ist die Prozessanalyse, kostenlos und ohne Verpflichtung zur Umsetzung.

Niko Kozak, Gründer von FlowAgentur

Geschrieben von Niko Kozak

Gründer von FlowAgentur. Führt die Prozessanalysen durch — über 300 bisher — und entscheidet mit den Betrieben, welche Abläufe sich automatisieren lassen und welche nicht. Was hier steht, stammt aus diesen Gesprächen und aus über 2.000 umgesetzten Automatisierungen bei über 200 Unternehmen.

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Häufige Fragen dazu

Was verlangt eine KI-Agentur für ein Projekt im Mittelstand?
Für die Einrichtung meist zwischen 2.500 und 10.000 Euro einmalig, je nach Zahl der beteiligten Systeme und Ausnahmen im Ablauf, dazu eine laufende Betreuung im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Monat. Die reinen Betriebskosten der KI liegen bei üblichen Mengen im Cent-Bereich pro Dokument oder Anfrage. Nicht der richtige Weg ist es, einen Preis ohne vorherige Analyse der Abläufe zu akzeptieren — ohne Messung lässt sich ein Angebot nicht gegen die tatsächliche Aufgabe prüfen.
Was kostet eine KI-Agentur in Deutschland?
Das hängt stärker vom Umfang des Vorhabens ab als vom Standort der Agentur — einfache, klar umrissene Automatisierungen beginnen bei einigen Anbietern ab etwa 2.500 Euro, umfangreichere Systeme mit mehreren verbundenen Bausteinen liegen eher bei 9.500 Euro und mehr. Klassische Beratung ohne Umsetzung wird separat abgerechnet, meist über Tagessätze im vierstelligen Bereich. Nicht der richtige Weg ist es, Angebote allein nach der genannten Summe zu vergleichen, ohne zu prüfen, ob dieselbe Leistung gemeint ist.
Was kostet es, Geschäftsprozesse automatisieren zu lassen?
Das ergibt sich aus derselben Rechnung wie der Nutzen: Vorgänge pro Woche mal Minuten je Vorgang mal 46 Arbeitswochen ergibt die Jahresstunden des Ablaufs, multipliziert mit den Personalkosten die Jahreskosten — und erst dagegen lässt sich ein Angebot bewerten. Ohne diese Zahl ist jeder genannte Preis nur eine Behauptung. Nicht der richtige Weg ist es, ein Angebot zu unterschreiben, bevor diese Rechnung für den eigenen Betrieb aufgestellt wurde.
Rechnet sich Automatisierung bei 50 Belegen im Monat?
Bei 50 Belegen im Monat und angenommenen 4 Minuten Bearbeitung je Beleg stehen rund 15 Stunden Handarbeit im Jahr, bei 45 Euro Personalkosten je Stunde etwa 675 Euro Jahreskosten — das ist meist zu wenig, um ein eigenständiges Automatisierungsprojekt zu rechtfertigen, außer der Ablauf ist fehleranfällig oder blockiert andere Arbeit. Nicht der richtige Weg ist es, bei dieser Größenordnung dennoch ein umfangreiches Individualsystem bauen zu lassen — hier reicht meist eine einfache, günstige Lösung oder gar keine.
Sollten wir Automatisierung selbst machen oder eine Agentur beauftragen?
Das hängt von vorhandenem Wissen und Zeit im Betrieb ab: Wer selbst mit Werkzeugen wie n8n oder Make umgehen kann und die Zeit dafür hat, spart die Einrichtungskosten einer Agentur, trägt dafür aber Pflege und Fehlerbehebung selbst. Eine Agentur lohnt sich, sobald mehrere Systeme verbunden werden oder die interne Zeit für die Einarbeitung fehlt. Nicht der richtige Weg ist es, ein Vorhaben in Eigenregie zu starten und dann mangels Zeit über Monate liegen zu lassen — das kostet am Ende mehr als eine Beauftragung von Anfang an.